Pius Heinz und der Pokerhype

Wie die Medien Trends erschaffen und wieder sterben lassen können merkt man ja an kurzzeitig auffliegenden Themen, die dann schnell wieder im Untergrund verschwinden. So ist ja Poker, das beliebteste Kartenspiel der Welt, als Glücksspiel und Einnahmequelle in Deutschland so richtig erst in den letzten paar Jahren zu einem vieldiskutierten Fach geworden. Anteil daran hat natürlich das Internet, immerhin ist ja Glücksspiel in Deutschland aus Profitgründen verboten! Ohne Seiten wie de.Pokerroomsonline.com wäre Poker sicherlich in diesen Breitengraden so eingeschlagen wie es jetzt ist.

Poker ist dabei das einschlägige Beispiel für gewisse Medientrends, die scheinbar Lücken in nachrichtenfreien Tagen schließen sollen. Gleichzeitig profitieren die einzelnen Wirtschaftszweige (in diesem Fall nun mal die Pokerunternehmen) von der kurzen Welle der Aufmerksamkeit und das führt bei den Medien – also Zeitungen und Fernsehen vor allem – vielleicht auch zu einem stärkeren Anzeigenkauf der benannten Wirtschaftszweige. So kann es einem vorkommen, wenn man an Verschwörungen glaubt.

Denn alle Jahre wieder kehrt das Thema groß aufgezogen nach Deutschland zurück, so wie etwa vor kurzem, als Pius Heinz, das 22-Jährige Poker-Wunderkind, bei einem Texas Holdem Turnier – genauer gesagt bei der Weltmeisterschaft in Las Vegas – gewann und satte 8,7 Millionen Dollar gewann, die er nicht mal in Deutschland versteuern muss. Seitdem drehen alle verrückt- jeder möchte mit Heinz sprechen, ihm gratulieren, viele Leute wollen ihm wahrscheinlich auch lohnenswerte Geschäftsideen aufs Auge drücken. Während sich das Individuum also mit herrlich viel Geld beglückt, laufen im Hintergrund andere Themen wie die Euro-Finanzkrise oder die Terrorserie der rechtsradikalen Zelle aus Zwickau weiter.

Ironischerweise machen diese Schlagzeilen selbst den Anschein nach einer gewitzten Poker Strategie. Das Kollektiv bestimmt, welche Berichterstattung am populistischsten und interessantesten ausfällt. Poker ist eine Jedermannskunst (was nicht bedeutet, dass auch jeder erfolgreich sein wird), der Rezipient kann sich damit identifizieren, und selbst die ehrenhaften Blätter rühmen sich auf einmal mit diffizilen Erklärungen der Poker Regeln, Meinungen und Kommentare von Pokerexperten und -beobachtern und mindestens drei bis vier weiteren Schlagzeilen innerhalb des Aufmerksamkeitszeitraums.

Wollten Sie immer schon mal einen Jackpot knacken? Dann bitte www.onlinecasinodeutsch.info besuchen, doch am Ende des Tages vergeht die Stimmung aber meist genauso schnell, wie sie gekommen ist, und schon ist man beim nächsten Thema angekommen, welches sich nicht nur mit drögen Politik- oder Wirtschaftsdefiziten auseinandersetzt. So viel Kalkül muss man der Zeitung seines Vertrauens immer eingestehen: die wissen, was man lesen will.

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